Das "Röntgenauge" der Geophysik

Durch spezielle Antennen werden hochfrequente elektromagnetische Impulse in den Untergrund geschickt. Diese werden an Objekten oder Schichtgrenzen reflektiert und laufen zurück zur Oberfläche, wo sie durch eine Empfangsantenne registriert werden. Die Eindringtiefe liegt je nach Frequenz und Untergrundverhältnissen zwischen einigen Dezimetern und einigen Metern. Die Auflösung liegt im Zentimeter- bis Dezimeterbereich und ist damit die hochauflösendste geophysikalische Methode. Elektrisch leitfähige Schichten (z. B. Ton) und der Grundwasserspiegel begrenzen die Eindringtiefe.

 

Georadaruntersuchung zur archäologischen Erkundung von Bauwerksresten

Einsatzbereiche:

  • Lokalisierung von Leitungen oder Einzelobjekten im Untergrund
  • Strukturerkundung des oberflächennahen Untergrundes
  • Zerstörungsfreie Prüfung im Bauwesen
    z. B. Bewehrungs- oder Hohlraumsuche in Beton

 

Radargramm mit Interpretation

 

(c) BfG Lorenz 2002 Autor: G. Plaumann Letzte Änderung 5.3.2010